Lachsfischen per Boot im Fluss Tornio/ Torne in Lappland

Personen durchqueren die bedeutenden Wasserstraßen des Nordens schon seit einer langen Zeit. Die Mündungen von großen Flüssen wurden oft die ersten Handelsplätze und Dörfer und später Städte. Flussschiffe fahren schon seit Jahrhunderten, fast solange wie der Verkehr an den Ufern schon existiert. Flussschiffe wurden für den Handel, als Postschiffe, als Netzfischerboote und Rutenangelboote und andere Zwecke genutzt. Mit der Zeit wurde auch das Fischen mit der Angel beliebt, besonders bei britischen Fischern, die nach Finnland reisten. Beim Bootfischen auf dem Tornio und vielen anderen Lachsströmen in Nordfinnland ist das Fischen nach Lachs per Rute die traditionellste Art. Im letzten Jahrhundert wurden Wachholderruten und Boca-Rollen durch Kohlefaserruten und Schleppfischrollen ersetzt, die Grundprinzipien für das Lachsfischen, jedoch haben sich längst noch nicht geändert. In der Vergangenheit ruderte man stromaufwärts um die Angeln an den gewünschten Stellen zu positionieren. Heutzutage jedoch fahren wir mit einem Motorboot flussaufwärts.

Sobald wir an unserem Ausgangspunkt angekommen sind, schalten wir den Motor aus und nehmen ihn aus dem Wasser. Dann werfen wir die Köder aus. Auf dem Tornio gibt es keine maximale Angelrutenanzahlvorgabe auf dem Tornio und je nach Fischerfahrung und to 7 Bevorzugung werden 3 bis 7 Angelruten platziert. Der Reiseleiter ist Ruderer und Fischermann, der die Köder oder Fliegen zum Schwimmen vorbereitet. Das Boot wird flussaufwärts gerudert, so dass die Angeln flussabwärts ausgerichtet werden und die Fische die Köder oder Fliegen lange vor dem Boot sehen. An bekannten Stellen bewegt sich das Boot im Zick-Zack flussabwärts und an besonders guten Stellen wie einer Grube oder in der Nähe eines großen Felsens kann der Ruderer seine Köder mehrmals auswerfen. Nachdem Fischen in dieser Umgebung werden die Köder wieder eingeholt und der Guide fährt zu einer neuen Stelle. oder die Gruppe macht eine Kaffeepause und kann die Landschaft bewundern, falls die Lachse nicht anbeißen.

Der Ruderer sollte die Regeln beim Fischen und die Prinzipien zur Fortbewegung auf Wasser kennen. Auf dem Fluss Tornio ist die Fangquote 1 Lachs pro Fischermann am Tag. Die Mindestgröße des Lachses beträgt 50 cm. Wenn der Fisch wieder freigelassen wird, darf das Fischen am gleichen Tag fortgesetzt werden. Wenn man sich per Boot fortbewegt, vermeidet man andere Ruder- und Fischerboote und stößt leise zu anderen Fischstellen hinzu. Auf dem Wasser begegnet man sich immer mit Höflichkeit und gesundem Menschenverstand.

Wenn die Fähigkeiten des Ruderers den Köder an die richtige Stelle bringen und einem großen Fisch auffallen, kommt der Moment auf den jeder Fischer wartet. Die Rolle beginnt zu klappern, die Rute

taucht unter, der Ruderer steigert sein Tempo und ein silberner Lachs ist an der Angel. Man sollte dennoch in seinem großen Moment nicht zu hastig sein. Als Erstes holt der Fischer die übrigen Schnüre ein, während der Ruderer die Angelschnur gespannt hält und nur wenn alle anderen Ruten aus dem Wasser geholt wurden, ist es Zeit den eigenen Fang einzuholen. Die Bremse sollte nicht so gespannt sein, dass der Lachs weder nicht zappeln noch seinen Mund vom Haken entfernen kann. Nach einem unterhaltsamen Kampf bringt der Ruderer den Lachs ins Netz und die Feier kann beginnen. Mit unseren Führern ist es eine unvergessliche Erfahrung und ein wundervolles Hobby, mit dem man sofort zum Üben anfangen kann!